Gewerbeverein Obing e.V.
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Text: Christa Auer

Obinger Betriebe bieten Zukunftsperspektiven

Die Mittelschule und der Gewerbeverein Obing informierten über das attraktive Ausbildungsangebot der heimischen Betriebe.

Viele Branchen, viele Möglichkeiten – Doch welcher Beruf passt zu mir? Weiterführende Schule, Ausbildung oder beides ? Industrie oder Handwerk? Viele Fragen, die Eltern und Schüler beschäftigen und auch Thema der Berufsorientierung an Schulen sind. Schließlich ist die Berufs- oder Ausbildungswahl ist eine wichtige Entscheidung, die den Weg in eine gute Zukunft ebnen soll. „Ausbildung? Logisch!“ findet der Gewerbeverein Obing. In Zeiten des fortschreitenden Fachkräftemangels biete das Handwerk echte Perspektiven und gute Entwicklungsmöglichkeiten. Doch viele Ausbildungsstellen blieben unbesetzt. Häufig fehlt es an geeigneten Bewerbern. „Die heimischen Betriebe eröffnen viele Wege in eine erfolgreiche berufliche Zukunft, also wozu in die Ferne schweifen“,  fanden Vertreter der hiesigen Firmen. Neben der beruflichen Zukunft, punkte eine Ausbildung am Ort mit kurzen Wegen, einem vertrauensvollen Miteinander und einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein von Seiten der meist inhabergeführten Familienbetriebe. Zudem sei bei den meisten örtlichen Ausbildungsbetriebe eine Übernahme nach dem Ende der Lehrzeit üblich.

Dementsprechend kam die Initiative des GVO, gemeinsam mit der Schule eine Ausbildungsoffensive zu starten, auch heuer bei den örtlichen Ausbildungsbetrieben gut an. Der Berufsinformationsabend in der Aula der GMS Obing bot ihnen eine gute Gelegenheit, in ungezwungener Atmosphäre Werbung für das Handwerk im Allgemeinen zu machen, Entwicklungsmöglichkeiten in ihren Betrieben aufzuzeigen und Kontakte zu knüpfen. Das Konzept ging auf und die Teilnehmer waren mit der Resonanz mehr als zufrieden. Viele Fragen, gute Gespräche und echtes Interesse an Ausbildungs-oder Praktikumsstellen waren das Ergebnis des Abends.

Viele junge Leute und auch viele Eltern waren gekommen, um sich über das Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebot zu informieren und Perspektiven auszuloten. Nicht wenige waren dabei von der Vielzahl der beruflichen Möglichkeiten vor Ort überrascht. Das Spektrum reichte vom Einzelhandel über Dienstleistungen bis hin zum Handwerk und eröffnete teils ungeahnte Optionen. Nicht wenige Besucher machten dabei auch die Erfahrung, dass einige  der Betriebe Ausbildungsberufe boten, die sie so nicht zu erwartet hatten. Insgesamt hatten sich 20 Ausbildungsbetriebe an der Veranstaltung beteiligt. Die meisten hatten auch Lehrlinge mitgebracht, die ihre beruflichen Erfahrungen bereitwillig schilderten. In Kombination mit ausführlichen Gesprächen, Wissenstests und anschaulichem Infomaterial lieferten die Firmen so eine beeindruckende Orientierungshilfe und machten deutlich, wie viele Branchen und Möglichkeiten im Bereich Obing, Pittenhart, Kienberg und Seeon vertreten sind. „Das ist eine gute Gelegenheit, Hemmschwellen zu überwinden und sich in unverbindlicher Atmosphäre bei den Betrieben zu informieren“, fand Rektor Thomas Duxner. Gerade weil die Schüler hier noch sehr jung seien, wenn es um den Berufseinstieg ginge, brauchten sie auch Unterstützung in ihrer Entscheidungsfindung. Die schulische Ausbildung führe unter anderem mit Betriebserkundungen, Praktika, Potentialanalyse und einem berufsorientierenden Fach -Technik-Wirtschaft oder Soziales- hin zur Berufswahl.  Eine Berufsinformationsbörse an der Schule komme also dem Profil der Mittelschule sehr entgegen und biete unverbindlich Informationen und Eindrücke.

„Die Firmen waren sehr aufgeschlossen und haben alle unsere Fragen beantwortet“,  sagten Michael, Michi, Maxi und Alex. Die 14-jährigen Schüler interessierten sich für die unterschiedlichsten Sparten vom Elektrohandwerk über Anlagenmechaniker, über Mechatroniker bis hin zu Hotelfach. Es sei super, dass die Betriebe in die Schule gekommen seien und man ganz unkompliziert ins Gespräch gekommen sei, fanden die vier Schüler. Ganz besonders habe ihnen gefallen, dass die Betriebe ihr Handwerk“ nicht nur schön geredet haben“, sondern ehrlich gewesen seien.  Verena und Theresa hatten sich noch ohne konkrete Berufspläne über verschiedene Berufsbilder informiert. Sie waren überrascht, wie viele Ausbildungsmöglichkeiten sich vor Ort boten, fanden das Angebot aber „ein wenig Technik lastig“. „Es waren auch Berufe wie beispielsweise Drucker und Buchbinder dabei, die wir beide bisher nicht so  auf dem Schirm gehabt haben,“ stellten Sebastian und Tobias fest.  Schräg gegenüber informierte sich eine 14-jährige, deren Berufswunsch bereits feststand, über die Anforderungen für einen Ausbildungsplatz als Altenpflegerin.  Einige Stände weiter waren einige Schülerinnen  in ein Fachgespräch mit einem KFZ-Fachbetrieb vertieft. Ein Praktikum wurde hier schon mal nicht ausgeschlossen. Doch auch alle übrigen Teilnehmer aus Handwerk, Einzelhandel und Dienstleister konnten sich über mangelndes Interesse nicht beklagen.

Und auch die Eltern waren von der Veranstaltung angetan. “Die jungen Leute bekommen Chancen aufgezeigt und dazu gleich einen ersten Eindruck von den Aufgaben, die sie erwarten“ , fand eine Mutter.  So könnten sie schon mal die möglichen Arbeitgeber ein wenig kennenzulernen.  „Eine gute Sache“, fand auch der Ausbildungsleiter einer Obinger Firma. Man könne am Stand im Gespräch Interesse wecken und auch grob prüfen, ob ein Kandidat geeignet sei. Zudem sei der wichtige erste Kontakt geknüpft und damit schon mal eine entscheidende Hürde genommen. ca

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