Gewerbeverein Obing e.V.
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Gewerbeverein Obing will lebendige Ortsmitte

Eine Abordnung des Gewerbevereins Obing war beim Wirtschaftskreis Teisendorf zu Besuch, um sich über deren Erfahrungen mit dem Bau einer Umgehungsstraße zu informieren.

Welche Auswirkungen hat die geplante Ortsumgehung und wie erreicht man es, dass sich diese Verkehrsmaßnahme positiv auf das innerörtliche Gewerbe auswirkt? Der Gewerbeverein Obing (GVO) hat schon länger deutlich gemacht, dass er an einer aktiven Zusammenarbeit bei der anstehenden Ortsentwicklung in Obing interessiert ist.

Besuch in TeisendorfAus diesem Grund hat der GVO Mitglieder und Gemeinderäte nach Teisendorf eingeladen, um sich von den lokalen Unternehmern Elisabeth Uxa und Andreas Neumeier über deren Erfahrungen mit einer realisierten Ortsumgehung berichten zu lassen.

Besonders aufschlussreich für die Obinger waren die Ausführungen von Altbürgermeister Fritz Lindner, der über viele Jahre den Entwicklungsprozess der Teisendorfer Ortsumgehung begleitet und vorangetrieben hat.

Besonders bemerkenswert ist hier, dass in Teisendorf bereits in der Planungsphase der Umgehung die Gemeinde und das Gewerbe eng in einem Arbeitskreis zusammengearbeitet haben. Uxa hob deutlich hervor, dass dadurch das gegenseitige Verständnis für gewisse Entscheidungen und Wünsche gesteigert wurde und sich die Interessen somit oft leichter vereinbaren ließen. Diese Zusammenarbeit existiere übrigens noch bis heute, auch über den Bau der Umgehungsstraße hinaus, so Lisa Uxa.

Schon bei der Fahrt zum vereinbarten Treffpunkt am Marktplatz fiel die gute Ausschilderung der Parkmöglichkeiten und öffentlichen Einrichtungen positiv auf. Das sei das Ergebnis von Umbaumaßnahmen, die bereits während der Planungsphase der Umgehung erfolgten, so Andreas Neumeier. Man habe bereits vor dem Rückbau der alten Durchgangsstraße die Zuwege und Parkmöglichkeiten umgebaut, um Zeit zu sparen und die Belastung der Geschäfte durch Bauarbeiten besser zu verteilen. Nach der Eröffnung der Umgehungsstraße wurde sofort mit dem Rückbau der alten Hauptstraße begonnen. Durch eine gute Planung konnte der Umbau in nur vier Monaten bewältigt werden. Um während der Bauarbeiten die Geschäfte an der Straße weiter attraktiv zu lassen, führte der Wirtschaftskreis diverse Gemeinschaftsaktionen durch. Trotzdem ergaben sich laut Uxa während der Umbauzeit Umsatzeinbußen von ca. 20%.

Mit dem Umbau selbst wurde die Hauptstraße verkehrsberuhigt und vermehrt wichtige Außenbereiche für Straßencafes und Gaststätten geschaffen und breite Gehwege angelegt, um die Leute zum flanieren einzuladen. Der Belag für Wege und Straßen wurde sorgsam gewählt, um z.B. auch Personen mit Gehilfen das Überqueren der Straße zu ermöglichen. Besonders erwähnenswert sind hier die niedrigen und abgerundeten Bordsteinkanten und der Gehwegbelag aus großem Betonpflaster. Auch die Straßenbeleuchtung wurde erneuert und bietet nun ein harmonisches und einladendes Licht.

Besuch in Teisendorf
Fritz Lindner, Lisa Uxa und Vorstand John Gonzalves

Auf die Frage von GVO Vorstand John Gonzalves, welche Tipps die Teisendorfer noch hätten, antworteten Uxa und Niedermeier, dass man in sich in Teisendorf eine bessere Ausschilderung mit Hinweisen auf die Geschäfte im Ort wünsche. Eine Infobucht an der Umgehungsstraße würde hier für Gewerbe und Tourismus eine gute Lösung darstellen, um auf Angebote von Geschäften, vom Tourismus und auf Veranstaltungen im Ort aufmerksam machen zu können.

Abschließend hob man noch hervor, dass man es in Teisendorf bis jetzt Großmärkte auf der grünen Wiese vermeiden konnte und den Einzelhandel im Ort, wo sich auch die Kunden befinden, zu halten. Diese Entwicklung begrüßten alle Obinger Besucher und hofften, dass das auch in Obing in Zukunft so bleiben wird.

Der Gewerbeverein Obing nimmt vom Besuch in Teisendorf viele gute Anregungen mit, die er zusammen mit Informationen aus weiteren Gemeinden zusammentragen wird, um damit ein Konzept zu erstellen, das das Ziel hat den Obinger Ortskern für Kunden und Besucher attraktiv zu gestalten. John Gonzalves hob noch einmal hervor, wie wichtig die gute Zusammenarbeit von Gemeinde und Gewerbe ist und wünscht sich, dass es auch in Obing zu intensiven Gesprächen und regelmäßigen Austausch kommt, wenn es um die Planung und den Bau der Umgehungsstraße geht.

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